Mittwoch, Juli 26, 2017

Streckenflugtrainingslager auf dem Hornberg

Unser an Ostern gestartetes Streckenflugtrainingslager wurde  in diesem Jahr von der Juniorengruppe unter Leitung von Lars Linkner organisiert. Durch den Kälteeinbruch sah die Wetterperspektive allerdings zunächst schlecht aus. Am Ende sprangen aber doch vier Flugtage heraus, an denen durch extrem unterschiedliche Wetterlagen ein sehr hoher Trainingseffekt erzielt wurde.

Karfreitag ging es bei durchwachsenem Flugwetter los. Die testweise bis Albstatt-Degerfeld ausgeschriebene Strecke schaffte nur Kai Kunze. Die anderen Piloten kamen nicht ganz so weit, trotzdem war es für alle ein spannender Einstiegstag über der schwäbischen Alb. Am Osterwochenende, an dem auch die Segelflugbundesliga startete, ging vom Hornberg aus dagegen so gut wie nichts und auch Ostermontag bis Mittwoch war das Trainingslager komplett an den Boden gefesselt.

Dafür folgte dann am Donnerstag endlich ein Toptag mit Ansage: Die frische Kaltluft wurde perfekt durch die Sonne geheizt und sorgte für Thermik satt. Die drei Junioren Lars Linkner, Leonard Krohmer und Johannes Frey schrieben ein Dreieck von 520 km über Wertheim, Kehlheim und Blaubeuren aus und flogen es erfolgreich im Team mit Trainer Ingo Treuter und Kai Kunze im Doppelsitzer. Geschenkt gab es den sieben Stunden Langstreckenflug aber nicht: Wegen der geringen Höhe der Wolken mussten sie über 50 mal neu Aufwinde suchen, um kreisend neue Höhe zu „tanken“. Und die Temperatur in 1500 m Höhe lag bei -10°C! Joachim Koch flog mit Scheinneuling Kai Schulz im Doppelsitzer derweil ein 640 km messendes Dreieck über den Schwarzwald und um Stuttgart herum und Benny Schüle schaffte sogar 720 km. Mehrere weitere Piloten flogen freie Strecken, unter 500 km blieb dabei fast niemand.

Am Freitag gab es dann „Blauthermik“, d.h. die Aufwinde waren nicht durch Wolken gekennzeichnet und damit unsichtbar. Trotz dieser erschwerten Bedingungen wurden über der Alb zwischen 250 und 350 km lange Strecken erflogen. Darunter auch Scheinneuling Schulz, der, diesmal im Einsitzer, im Teamflug mit Trainer 250 km schaffte.

Am Sonntag stiegen die Jungpiloten dann auch noch erfolgreich in die U25-Segelflugbundesliga ein: Die Flüge von Lars Linkner, Kai Schulz und Leonard Krohmer über der schwäbischen Alb brachten den 5. Rundenrang ein - ein gelungener Abschluss eines am Ende noch richtig erfolgreichen Streckenfluglagers.

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