Freitag, Januar 22, 2021

Bundesliga Runde 15: Glidersharing auf dem Hornberg

Nachdem das vorletzte Wochenende sowie auch der vergangene Samstag wetterbedingt komplett unfliegbar waren, fand sich am Sonntag eine besonders große Gruppe motivierter Gmünder Piloten auf dem Hornberg ein. Wegen des begrenzten Wetterfensters galt es, möglichst früh zu starten, um nicht in die für den Nachmittag vorhergesagte Abschirmbewölkung zu kommen. Ein Dreigestirn um Frank Rodewald, Freddy Hein und Florian Stein lieferte einen erstklassigen Start-Ziel-Teamflug mit 116 km/h Schnittgeschwindigkeit ab und erkämpfte Rundenrang 4.

Als zusätzliche Würze hatten Fredy Hein und Frank Rodewald ihre Flugzeuge getauscht - das gab am Boden für eingeweihte ungewohnte Bilder. Im Flug hatten die beiden erfahrenen Piloten aber keinerlei Anpassungsschwierigkeiten, zusammen mit Florian Stein ging es bei hohen Steigwerten und oft im reinen Geradeausflug flott nach Norden. Immer ein wenig mit der Uhr „im Nacken“ flogen die drei bis in die ersten Ausläufer des Thüringer Waldes. Nach der Wende bei Meiningen waren Cumuluswolken dann allerdings Fehlanzeige – der Heimflug zum gut 200 km entfernten Hornberg wurde nun mehr und mehr zu einer echten Herausforderung. Aber im engen Teamflug ist es leichter, bei reiner Blauthermik zu fliegen: Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, die nun nahezu unsichtbare Thermik zu treffen, mit drei aufgefächert fliegenden Flugzeugen eben auch dreimal so hoch wie allein. So schafften es die drei bis zurück über die A6 und selbst unter der inzwischen eingetroffenen Abschirmung war immer wieder noch Thermik zu finden. Nach Hause reichte es allerdings nur noch für Stein, dessen ASH31 die höchste Gleitreichweite hat, während Hein und Rodewald aus Sicherheitsgründen wieder umkehrten, da die Thermik nun wirklich fast zum Erliegen gekommen war. Auf dem kleinen Ultraleicht-Landeplatz bei Mittelfischach wurden sie herzlich empfangen und bewirtet, und schließlich von Fliegerkameraden der Fliegergruppe Waldstetten per Anhänger heimgeholt. Mit diesem erlebnis- und genussreichen Flug katapultierten uns die drei wieder ins erste Drittel der Bundeligatabelle.

Grandios waren auch die Flüge von Tobi Ladenburger und Joachim Koch. Sie hatten 640 km lange Dreiecks-Streckenflüge für die DMSt angemeldet und waren daher noch deutlich früher gestartet. Nur ganz knapp verfehlten beide Ihr Ziel: Ladenburger mußte ganze 5 km vor dem Hornberg den Klappmotor bemühen, Koch kaum 10 km vor dem Ziel in Heubach landen. Beiden hatte die abschirmende Bewölkung den „Thermikhahn“ zugedreht. Ladenburger erreichte sein gestecktes Ziel allerdings trotzdem: Mit diesem Flug erkämpfte er sich den ersehnten ersten Platz in der DMSt-Doppelsitzerwertung!

Tabelle (Stand 27.07.2015):
1) LSG Bayreuth (BY, 203 Punkte)
2) LSV Schwarzwald (BW, 200 Punkte)
3) LSV Burgdorf (NI, 181 Punkte)

9)   FLG Schwäbisch Gmünd (BW, 127 Punkte)

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