Dienstag, Oktober 19, 2021

Fluglager erneut auf dem Hornberg

22.08.2021:  Auch in diesem Jahr fand unser traditionelles Fluglager pandemiebedingt erneut auf dem heimischen Hornberg statt. Vor allem die aktuell zahlreichen Flugschüler nutzten die zwei Wochen mit dem täglichen Flugbetrieb intensiv aus, um bei der Ausbildung voran zu kommen. So standen am Ende des Fluglagers fast 670 Starts und 260 Flugstunden in der Liste, es gab vier Freiflieger beim Segelflug und viele weitere Ausbildungserfolge.

Pünktlich zum Lagerbeginn am Montag den 2. August war zunächst unsere neue Küche fertiggestellt worden, wofür die Vereinsmitglieder vor allem dem “Küchen-Kernteam” um Claus Strobel, Sebastian Steeb und Steffen Weiße Respekt zollten. So stand nun eine erstklassige Infrastruktur für das tägliche Kochen, Geschirrabwaschen etc. zur Verfügung. Das Wetter bot dagegen in der ersten Woche leider nur wenig angenehme Flugbedingungen. Ab und an musste der Flugbetrieb wegen Schauern unterbrochen werden. Trotzdem kam die Schulung bestens voran, denn wenn das Regenradar ein lohnendes, regenfreies Fenster anzeigte, wurde weitergeflogen. Die zweite Woche bot dann oft richtig gute Segelflugbedingungen.
So gab es dann auch reichlich erste Alleinflüge unter den Segelflugschülern: Zuerst flogen sich Robin Röttele und paar Tage später David Offenloch frei. Es folgten Elisa Nußbaum und Lukas Rodewald. Auch Typen-Erstflüge gab es: Schon am 02.08 flogen Robin Haas und Madeleine Reißmüller das erste Mal die LS4. Für beide ein echtes Ereignis, denn dieser Sporteinsitzer fliegt sich deutlich agiler als die für die Ausbildung eingesetzte, vergleichsweise doch behäbigere ASK-21 mit dem Beinamen “Mutterschiff”. Haas konnte schon knapp eine Woche später auf den wiederum etwas anspruchsvolleren “Discus” umsteigen, während Reißmüller (und später auch Haas) zu ihren ersten Starts auf der Ka-6, einer Stahl-Holz-Konstruktion aus den 60er Jahren, startete.

Der Höhepunkt für Reißmüller war aber ganz klar ihr 50 km Soloflug am 12. August, mit dem sie die letzte Hürde zur praktischen Abschlussprüfung nahm. Das Wetter war durchaus anspruchsvoll. Viele Cirren verminderten die Sonneneinstrahlung, so dass Aufwinde rar wurden. Mit viel Geduld “kurbelte” sie sich im Kreisflug über Neresheim von 1000 wieder auf 1700 m und konnte mit Hilfe eines weiteren, letzten Aufwindes nördlich des Flugplatzes Aalen-Elchingen schließlich die  Endanflughöhe (die Höhe, aus der sie nahezu sicher den Hornberg erreichen würde) erreichen. Begeistert gab sie den erkämpften Höhenpuffer, der ja immer auf dem GPS-Navigationsrechner angezeigt wird, im Funk an die Kameraden auf dem Hornberg durch, wo sie dann auch glücklich wieder landete.

Auch im Bereich der Ultraleichtflieger gab es ungewöhnlich viel Aktivität: Ausgebildet vom UL-Ausbildungsleiter und Prüfer Günter Kölle schafften gleich drei unserer Piloten ihre ersten Alleinflüge: Marc Baur, Frank Rodewald und Felix Rössler. Die ersten beiden absolvierten danach auch erfolgreich ihre Prüfungsflüge, so dass sie ihre Anträge auf den Pilotenschein beim Deutschen Aeroclub einreichen konnten.

Ein Höhepunkt war das Sunrisefliegen am 13. August. Schon um 04:30 Uhr ging es aus den Federn, die Flugzeuge wurden an den Start geschoben und um 05:42 Uhr ging der erste Start raus. Nach zwei Segelflugstarts folgte unsere Super-Dimona, so dass auch einige schöne “Air-to-air” Fotos von der besonderen Atmosphäre gelangen. Im Norden waren noch Regen und Gewitter zu sehen.

An den Abenden ließen die Fluglagerteilnehmer die Tage immer sehr angenehm ausklingen. Nach dem Abendessen wurden im Hangar 3 oft Tischtennis-Turniere ausgetragen. Auch der Tischkicker war stark frequentiert, oder man saß einfach gemütlich beisammen.

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