Mittwoch, Oktober 28, 2020

Erstes Fluglager auf dem Hornberg

17.08.2020:  Am Sonntag endete nach zwei Wochen unser traditionelles Fluglager. In diesem Jahr, in dem alles anders ist, war allerdings auch das Fluglager anders: Es fand erstmalig wegen der allgemeinen Reise-Unsicherheiten durch das Corona-Virus zu Hause auf dem Hornberg statt.

Zwei Dinge fehlten daher: Das Erkunden neuen, unbekannten Terrains und eine größere Starthöhe aus der Winde, die am Hornberg wegen der Kürze des Platzes naturgemäß selten mehr als 200 – 250 m beträgt. So gab es deutlich mehr Flugzeugschlepps als sonst üblich.

Das Fluglager von unseren Vereinsmitgliedern sehr rege genutzt. Einerseits entfiel ja die sonst lange Anfahrt, andererseits lag das natürlich auch an der über weite Strecken thermikreichen Wetterlage. Die Hitzewelle war wegen des meist vorherrschenden trockenen Ostwindes nicht mit Gewittergefahr verbunden und so gab es vor allem in der Mitte des Lagers trotz nur weniger Wolken attraktive Flugbedingungen mit großen Sichtweiten. So gelang es auch Scheinpiloten wie Schülern immer wieder, direkt aus der Winde heraus in die Thermik einzusteigen und lange Flüge zu genießen. Ein Novum war der Samstag, 8. August: Da gab es so lange Thermik wie nur ganz selten: Die letzten Piloten, darunter auch Flugschüler, landeten erst nach 20 Uhr bei schon sehr tief stehender Sonne!

Die im Fluglager üblichen größeren Ausbildungsfortschritte gab es natürlich auch, vor allem Dank dem unermüdlichen Einsatz der drei Fluglehrer Frank Rodewald, Joachim Koch und Ingo Treuter. Sowohl Flugschüler als auch Scheinpiloten kamen zu diversen Typenerstflügen, die alle eines gemeinsam hatten: Man konnte wegen der guten Thermik gleich richtig lange fliegen und den neuen Flugzeugtyp ausgiebig kennenlernen. Auch das im Frühjahr ausgefallene Streckenfluglager wurde zumindest ein bisschen nachgeholt: Streckenflugprofi und Ex-Deutscher Meister Tobi Ladenburger unternahm mit drei mehr-oder-weniger Schein-Neulingen Lisa Schulz (weniger), Felix Rössler und Tobias treschl (gerade erst!) jeweils längere Streckenflüge im engen Teamflug. Last but not least begann Alexander Borath seine Windenfahrer-Ausbildung und beendete sie zum Ende des Lagers auch gleich mit der bestandenden Prüfung. Ellen  Haar-Nussbaum absolvierte erfolgreich ihren Prüfungsflug auf der Gmünder Schlepp-Jodel.

Und auch der einzige Tag mit nicht-fliegbarem Wetter wurde sinnvoll gefüllt, indem diverse Geländepflegearbeiten wie Zaunreparaturen und das Wegschneiden von dichtem Getrüpp um die Hallen in Angriff genommen wurde.

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