Dienstag, Mai 23, 2017

Außenlandeübungen und zwei neue Flugschüler

Am vergangenen Sonntag starteten wird auf dem Hornberg wieder mit unserem Ausbildungsprogramm. Zwei neue Flugschüler wurden begrüßt und konnten bei Klasse-Thermik ihre ersten Flüge erleben. Daneben wurden auch wieder Außenlandeübungen mit dem Motorsegler durchgeführt.

Segelflugzeuge sind bekanntlich von Aufwinden und damit ausschließlich vom Wetter abhängig. Erreicht ein Segelflieger wegen fehlender Thermik einmal keinen Flugplatz, muß er auf einem Feld oder einer geeigneten Wiese landen. Solche Landungen gehören zum Segelflugsport und werden als „Außenlandungen“ bezeichnet. Ein außengelandeter Pilot wird von seinen Kameraden mit dem Anhänger „nach Hause“ geholt.


Trainiert werden diese, natürlich etwas anspruchsvolleren, Landungen im Rahmen der Flugausbildung bzw. von Überprüfungsflügen, wobei besondere Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Um bei solchen Übungen gleich mehrere Landesimulationen fliegen zu können, nutzt man dazu Motorsegler.
Am Sonntag absolvierten wieder zwei unserer Segelflieger solche Übungen, bei denen die Piloten unter Aufsicht eines Fluglehrers ein geeignetes Landefeld aus der Vogelperspektive in ihrer nahen Umgebung erkennen und auswählen mussten. Dabei sind dessen Länge, Ausrichtung zum Wind, die Oberflächenbeschaffenheit sowie der hindernisfreie Anflug zu berücksichtigen. Dann flog der Pilot eine simulierte Platzrunde und schließlich das gewählte Landefeld bis zur erkennbar sicheren Landung an. Dann gab der Fluglehrer Gas und das Flugzeug startete durch. Am Sonntag wurden solche Übungen bei Göggingen, Durlangen und Pfersbach durchgeführt. Dafür, dass der Motorsegler bei solchen Schulungsflügen die vorgeschriebene Sicherheitsmindestflughöhe von 150 m unterschreiten darf, haben die Fluglehrer der Fliegergruppe eine Extragenehmigung des für die Sportfliegerei verantwortlichen Regierungspräsidiums. Einer dieser Flüge führte am Sonntag zu mehreren Anrufen aus der besorgten Bevölkerung, die einen der simulierten Landeanflüge für eine Notlandung hielten. Die Fliegergruppe stimmt mit der Rettungsleitstelle darin überein, solche Übungen zukünftig transparenter zu koordinieren.
Für die neuen Flugschüler  Karina und Maximilian Behrendt bot der Sonntag mit kräftiger, von Cumuluswolken angezeigter Thermik, perfekte Bedingungen. Nach der Einweisung durch den Fluglehrer starteten beide gleich zu längeren Flügen, bei denen Sie neben dem ersten Kontakt mit der Steuerung eines Flugzeugs auch die Schönheit des Segelflugs erleben konnten.




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